BLACK LUNG (USA) + REFLECTOR (A)  - Kino Ebensee BLACK LUNG (USA) + REFLECTOR (A)  - Kino Ebensee
  • CINEROCK LIVE
Fr, 05.04.19 20:30 Uhr

BLACK LUNG (USA) + REFLECTOR (A)

Ihr zweites Album adelt BLACK LUNG als aus den vollen schöpfende Minimalisten mit Methode: Die Gruppe aus dem US-Bundesstaat Maryland steht in bester Tradition von SAINT VITUS und lässt dem Doom ein gerüttelt Maß prototypischen Blues mit Garagen-Aura wie von Jack White ersonnen angedeihen, zwingt aber auf sagenhafte Weise zum Zuhören.

Schwarzer, melancholischer Soul Das VISIONS Magazin attestiert dem Sound eine “NICK CAVE-Atmosphäre und schwarzen, melancholischen Soul im Stil von THE AFGHAN WHIGS.” Dunkel und doch mit einem gewissen Hauch Pop. Majestätisch erhaben. Ein Song wie “Black Rainbow” von ST. VINCENT, scheint nach diesen Gitarrenwänden gebettelt zu haben und wird in diesem Sound zu etwas Eigenem, zu einem BLACK LUNG Song. “BLACK LUNG erschaffen quasi aus dem Nichts heraus ein beschwörendes Klangbild, in dem alle Zutaten auf wundersame Weise zusammenwirken und einen Sog erzeugen, der Stoner Rock, Grunge und Doom in sich vereinigt, aber keinem der Drei den Vortritt lässt!” (Classic Rock)

Reflector (aus Graz) umschifft wie schon bei deren Releases in der Vergangenheit wieder einmal gekonnt sämtliche Genres, in die man es vorschnell einordnen könnte. Ist es Metal? Doom? Noise-Rock? Avantgarde? Irgendwie spielt das auch keine große Rolle, denn sobald man die CD eingelegt und den Lautstärkeregler der heimischen Stereoanlage nach oben gedreht hat, sorgt man sich um keine intellektuelle Standortbestimmung der Band mehr, sondern ist eher damit beschäftigt, sich irgendwo festzuhalten: Was sich da ab Track Nr. 1, "Done and Gone" aus den Boxen wälzt, ist ein elektrischer Sturm, der gnadenlos alles niederdrückt, was sich ihm in den Weg stellt. Reflector singen wieder das Hohelied des Gitarrenfeedbacks, in einen derben Mantel aus dumpfen und doch messerscharf-präzisen Drumbeats gehüllt. Knurrig reiht sich Riff an Riff, zwischendurch mit Gewalt an der Leine gehalten wie ein blutdurstiger Pittbull, bevor diese Leine dem Druck nicht mehr standhält und der Hörer in weiteren, blitzschnell losgelassenen Kaskaden von High-Voltage-Sound ertrinkt. (FM4)

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